- Wie bist du eigentlich zum Handball gekommen?
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Ich bin im Alter von sieben Jahren einfach mal mit einem Freund zum Training mitgegangen und es hat mir gleich großen Spaß gemacht. Die ersten 2 Jahre war ich allerdings noch Feldspieler.
- Warum gerade Handball und nicht Fußball oder irgendeine andere Sportart?
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Das war bei mir eigentlich klar. Meine Familie ist durchweg handballbegeistert und so wäre ich früher oder später wohl sowieso beim Handball gelandet. Nun war es schon ganz von allein passiert.
- Wie bist du dann ins Tor gekommen?
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In der Altersklasse bis zehn Jahre ist es eigentlich die Regel, dass man auf den Positionen rotiert. So handhabte es unser Trainer damals auch, nur dass ich gar nicht so gern ins Tor wollte. Mir hat es im Feld früher deutlich mehr Spaß gemacht. Als uns bei einem Turnier ein Torwart fehlte, hat mich der Trainer einfach reingestellt. Es lief besser und machte mehr Spaß als gedacht und nach dem Turnier war ich dann plötzlich unser erster richtiger Torwart. Also mehr oder weniger Zufall.
- Wie oft trainierst du die Woche?
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Das hängt ganz vom Spielplan ab. Haben wir zwischen den Spielen eine Woche Zeit, dann sind es meistens sieben bis zehn Trainingseinheiten plus Spiel pro Woche. In den „englischen Wochen“ trainieren wir etwas weniger und mit geringerer Intensität, da wir mehr Zeit zur Regeneration brauchen.
- Warum hast du dich für den Wechsel von Magdeburg nach Hamburg entschieden?
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Ich kann sagen, dass ich mich in Magdeburg total wohl gefühlt habe. Leider kam Ende 2005 die Entlassung unseres damaligen Trainers Alfred Gislason, die mein Vertrauen in das damalige Management gestört hat. Als dann später immer mehr Anzeichen für Probleme im Management erkennbar wurden, habe ich mich mit dem Gedanken beschäftigt den Verein zu verlassen. Zu der Zeit bestand bereits loser Kontakt zum HSV Handball. Dieser wurde nach und nach intensiviert und schließlich hat mich das Projekt überzeugt. Ich habe dann frühzeitig den Vertrag unterschrieben, weil die sportliche Perspektive in Hamburg wirklich vielversprechend ist. Nun möchte ich möglichst schnell einen weiteren Titel hierher holen und am liebsten eine richtige Handballtradition wie in Magdeburg mit aufbauen.
- Wann und wo hattest du dein Debüt in der Nationalmannschaft?
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Am 04.01.2002 bei einem Vier-Länderturnier in Balingen gegen die Schweiz.
- Was ist für dich der größte Unterschied zwischen Verein und Nationalmannschaft?
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Im Verein sieht man sich täglich, da gibt es feste Trainingszeiten und ein geregeltes Privatleben. Bei Lehrgängen mit der Nationalmannschaft hat man das so nicht. Die Tagesabläufe sind in der Regel ähnlich, doch dadurch dass man überwiegend in Hotels lebt, hat man selten Zeit für sich allein. Dazu kommen dann noch Öffentlichkeitstermine, die die Freizeit zusätzlich einschränken.
Durch diese Unterschiede entsteht natürlich eine gewisse Abwechslung. Für mich persönlich ist diese Abwechslung positiv, da es mich immer zusätzlich motiviert wenn ich auf einen Lehrgang fahre bzw. zurück in den Verein komme. Gerade nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft haben wir auf Lehrgängen der Nationalmannschaft natürlich einen gewissen Status zu erfüllen. Diesem Druck immer gerecht zu werden ist schwer, aber für mich ist es eine große Herausforderung und ein Ansporn stetig hart an mir zu arbeiten.
- Steht der Weltmeistertitel für Dich über allem oder gibt es einen Titel den Du gerne gewinnen würdest?
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Der Gewinn der Weltmeisterschaft im eigenen Land war schon etwas Einmaliges und hat für mich einen sehr hohen Stellenwert. Trotzdem hat jeder Titel seinen eigenen Reiz und würde mir auf seine Art viel bedeuten.
Allerdings wäre eine olympische Medaille sicher etwas was bei jedem Sportler andere Erfolge überragen würde. Ich hoffe, dass ich gesund bleibe und im nächsten Sommer in Peking um eine Medaille kämpfen kann.
Ich würde mich freuen wenn Ihr mir Eure Fragen per Mail schickt. Die Besten stehen natürlich dann auch in dieser Liste.
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